Traditionelle Chinesische Medizin und dessen Wirkung

TCM ist eine Therapieform die vielen Menschen bekannt ist, jedoch für viele in Europa leider noch nicht so anerkannt wie es die heutige Schulmedizin ist. Der große Unterschied hierzu sind die zahlreichen Studien im Bereich Schulmedizin und die Pharma Produkte die auf den Markt geworfen werden, um Menschen zu helfen. Welche zahlreichen Nebenwirkungen die Chemischen Produkte der Pharmakonzerne haben interessiert leider die meisten Menschen erst dann, wenn sie unter Nebenwirkungen leiden.

Jedoch ist die Schulmedizin und auch viele Pharmaprodukte auch unerlässlich, um Menschen zu helfen die das richtige Produkt und den richtigen Arzt finden.

Doch ich stelle mir die Frage, warum eine Medizin, die aus China kommt und eine der ältesten Wissensgebiete umfasst, nicht genau so anerkannt ist, wie unser derzeitig Schulmedizin?????

Hier ein kurzer Ausflug zur TCM:

HISTORISCHES

Die Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin wie wir sie heute kennen,wurden gemäß den traditionellen Schriften Chinas vor mehr als 2000 Jahren gelegt. Grabfunde sowie Berichte von chinesischen Historikern lassen jedoch auf “akupunkturähnliche Anwendungen”, beispielsweise mit Steinnadeln oder Fischgräten, vor mindestens 5000 Jahren schließen. Die Ursprünge der chinesischen Pflanzenheilkunde reichen noch viel weiter bis in die steinzeitliche Vergangenheit zurück.

Erste ausführlichere Berichte über Akupunktur erreichten Europa im 16. Jahrhundert im Zuge der Jesuitenmission in China. Parallel dazu reisten einige Ärzte im Rahmen der holländischen Ostindienkompanie nach Japan und schrieben ihre Beobachtungen über dortige Akupunkturanwendungen nieder. So beschrieb z.B. der Lemgoer Arzt Engelbert Kaempfer 1690 erstmals detailliert die Praxis der Akupunktur für europäische Leser.

DIE FÜNF SÄULEN

Die traditionelle chinesische Medizin bietet jedoch sehr viel mehr therapeutische Möglichkeiten. Die fünf so genannten Säulen der TCM umfassen neben der Akupunktur und Moxibustion, die Arzneimitteltherapie,manuelle Therapien in Form von Massageanwendungen, Ernährung nach den fünf Elementen sowieBewegungs- und Entspannungstherapien.

DIAGNOSESTELLUNG IN DER TCM

Bevor der Therapeut die Behandlung beginnen kann, muss er sich ein Bild von dem Krankheitsgeschehen des Patienten machen können. Nicht jeder Patient, der mit Bauchschmerzen in die Praxis kommt, benötigt die gleiche Therapie – die notwendigen Maßnahmen können sogar sehr gegensätzlich sein. Ziel der Diagnostik ist es daher neben der Diagnosestellung auch immer, den individuellen Krankheitsmechanismus des Patienten, also die Entstehungsdynamik der jeweiligen Beschwerden, zu verstehen.

Dazu werden in der Regel vier diagnostische Verfahren eingesetzt:

1. BEFRAGEN

Nachdem der Patient seine Beschwerden mitgeteilt hat, hakt der Therapeut durch weitere Fragen nach. Wodurch werden Ihre Schmerzen verschlimmert/gebessert? Gibt es eine bestimmte Tageszeit, zu welcher die Schmerzen besonders intensiv sind? Auch Fragen zum seelischen Befinden, nach vergangenen Infekten oder Schlaf und Essverhalten können zu einer Befragung (Anamnese) dazu gehören.

2. RIECHEN UND HÖREN

Wie riechen die Ausscheidungen, wie z.B. Schweiß des Patienten? Wie klingt der Husten – eher hohl oder pfeifend?

3. BETRACHTEN

Neben der allgemeinen Betrachtung des Erscheinungsbilds des Patienten hat sich hier vor allem die Betrachtung der Zunge und der Augen etabliert.

Die Zunge wird nach TCM-Tradition in unterschiedliche Organzonen unterteilt. Farbliche und strukturelle Veränderungen in diesen Regionen lassen auf entsprechende Störungen der dazu gehörenden Organe oder Funktionskreise schließen. Eine feuerrote Zungenspitze zum Beispiel kann auf Herzfeuer hinweisen, ein gedunsener Zungenkörper mit Zahneindrücken hingegen deutet auf inneren Schleim und eine Milzschwäche hin.

4. BETASTEN

Hier steht das Ertasten der verschiedenen Organpulse an beiden Handgelenken im Vordergrund.
Wie fühlt sich der Puls an? Eher schlüpfrig (= Hinweis auf Schleim) oder drahtig (= Hinweis auf Wind)?
Aus den Ergebnissen der einzelnen Untersuchungsschritte leitet der Arzt die individuelle Krankheitsentwicklung ab und kann so schließlich die Diagnose stellen.

Fazit

Alleine hier sehen wir, dass bereits am Anfang einer Konsultation bei einem TCM Profi viel mehr Zeit für die Belange des Patienten genommen wird. Hierbei wird nicht jeder mit dem gleichen Kräutern oder den gleichen Stellen für die Nadeln behandelt, sondern ein individuelles Personen -und Krankheitsprofil erstellt.

Mit so einem individuellem Profil können wir jedem Menschen viel besser helfen. Die Chinesen haben dies bereits vor über 2000 Jahren niedergeschieben und haben ihre Heilmethoden und Heilerfolge dokumentiert. Ich persönlich finde es toll auf so eine alte Lehre zurückgreifen zu können.

Natürlich darf ich nicht jeden TCM Profi gleichstellen. Leider gibt es wie in jedem Beruf gute und nicht so gute Therapeuten.

Persönlich kann ich mit einem Arzt der 3 oder 4 Wochenenden einen Kurs für Akupunktur besucht hat nicht viel anfangen.

Jedoch bewundere ich Menschen, die sich Jahrelang der Studie und der Lehre der TCM gewidmet haben und auch extra Kosten und Reisen auf sich genommen haben, um wirklich von den Besten zu lernen.

Solchen Menschen kann ich vertrauen und zum Glück haben wir auch so ein Netzwerk bei Health and Balance aufgebaut.